Zahl des Monats Nach einer aktuellen Umfrage verfügen 83 Prozent der Kliniken über keine Wäscherei mehr

Als Folge des wachsenden Kostendrucks im Gesundheitswesen übernehmen heute überwiegend externe Dienstleister die Wäscheversorgung in deutschen Krankenhäusern. Neben den ökonomischen Vorteilen erfährt dieser Trend auch durch ökologische und hygienische Aspekte wachsenden Zuspruch. 83 Prozent der Kliniken betreiben inzwischen keine eigene Wäscherei mehr. Bettwäsche mieten bereits 66 Prozent der Krankenhäuser an, bei der Personalwäsche sind es sogar 81 Prozent. Das berichtet die Ingenieurs- und Projektmanagementgesellschaft Curatis auf Grundlage einer eigens durchgeführten Befragung von insgesamt 685 Kliniken, darunter Universitätskliniken, Fachkliniken und Reha-Einrichtungen.

Curatis stellt dabei fest, dass die Ausgaben für die Wäscheversorgung teils erheblich variieren – selbst bei Häusern gleicher Größe – und weist auf das Optimierungspotenzial in diesem Sektor hin. Gerade die großen Einrichtungen würden noch zu viel Geld ausgeben. Einsparungen könnten, so die Branchenexperten, durch eine höhere Standardisierung, Automatisierung und Professionalisierung der inkludierten Prozesse und Ressourcen erreicht werden.

Krankenhäuser, die auf externe Wäscheversorgung umgestellt haben, begründeten diese Entscheidung gegenüber Curatis mit geringerem Liquiditätsabfluss, einer größeren Flexibilität, reduzierten Lagerkosten und größerer Planungssicherheit.

Quellen

  • führen und wirtschaften im Krankenhaus: Krankenhaustextilien: Teures Wäschewaschen. Ausgabe 10/2017, Seite 964