Medikamente Arzneimittelverbrauch um 4,3 Prozent angestiegen

Im ersten Halbjahr 2025 verzeichneten die GKV-Arzneimittelausgaben einen Anstieg von 4,3 Prozent auf 29,3 Milliarden Euro. Grundlage ist eine Auswertung des Statistikdienstleisters und Beratungsunternehmens IQVIA. Gleichzeitig ging die Zahl der verkauften Verpackungen um 0,7 Prozent zurück. Diese Entwicklung setzt sich auch laut Frühinformation des Deutschen Apothekerverbands für September 2025 fort: Gegenüber den Vorjahresmonaten lag das Plus bei 9,4 Prozent.

Mit dem steigenden Medikamentenverbrauch kommt es immer wieder auch zu Medikamentenengpässen. Stand September 2025 gelten laut Deutschem Apothekerverband mehr als 500 Medikamente als schwer verfügbar. Besonders betroffen sind solche zur Behandlung von ADHS und Asthma sowie Antibiotika für Kinder. Hier schlagen Ärztinnen und Ärzte aber auch Verbände immer wieder Alarm. Und auch der Europäische Rechnungshof bemängelt die bislang unzureichenden Maßnahmen der Europäischen Union (EU) zur Eindämmung der Engpässe. Die Prüfer fordern die Kommission daher auf, für mehr Transparenz zu sorgen – insbesondere bei Preisgestaltung und Kostenübernahme – und zugleich einheitliche Standards, etwa bei Bezeichnungen oder Kennzeichnungspflichten, festzulegen.

Ein ressourcenschonender Umgang mit Wirkstoffen ist notwendig, um dem wachsenden Bedarf an Medikamenten künftig besser gerecht zu werden. Dazu gehört auch die richtige Entsorgung: Ungefährliche Arzneimittel können in kleinen Mengen über den Hausmüll oder gemäß AS 18 01 04 entsorgt werden. Größere Mengen ungefährlicher Altmedikamente fallen unter den Abfallschlüssel 18 01 09, zytotoxische und zytostatische CMR–Medikamente gelten als gefährlicher Abfall und sind nach AS 18 01 08* zu entsorgen.

Alle Angaben ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit.