Klimaschutz in Krankenhäusern Mehr Umweltbeauftragte und Abfallmanager eingestellt

Wie die Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) in ihrem veröffentlichten Positionspapier „Gesundheitspolitische Positionen“ erläutert, nimmt das Thema Umweltschutz im Gesundheitswesen bereits einen besonderen Stellenwert ein: So stellen etwa immer mehr Berliner Krankenhäuser Umweltbeauftragte oder Abfallmanager ein, um Aspekte der Nachhaltigkeit zu einem Bestandteil des täglichen Handelns zu etablieren. Ökologische Gesichtspunkte spielen bei der Ausrichtung ihrer Prozesse und Strukturen eine immer wichtigere Rolle. Kliniken achten beispielsweise zunehmend auf regionale und vegetarische Produkte bei der Essensversorgung oder investieren in erneuerbare Energien, wie etwa Blockheizkraftwerke oder Photovoltaikanlagen.

Um Anreize für ressourcenschonendes Wirtschaften und Bauen zu setzen, fordert die BKG das Land Berlin auf, zusätzliche Fördermittel zur Verfügung zu stellen. „Der vorgelegte Haushalt 2022/2023 bremst die Bemühungen der Kliniken für mehr Klimaschutz. Nur auskömmliche Investitionen und zusätzliche pauschale Fördermittel schaffen klimaneutrale und krisenfeste Krankenhäuser“, erklärt Marc Schreiner, Geschäftsführer der BKG, in einer Pressemitteilung.

Weil Krankenhäuser viel Energie verbrauchen und einen hohen Ressourcenbedarf haben, bestehen laut einer Mitteilung der BKG große Potenziale zur Reduktion klimaschädlicher Emissionen, vor allem in den Bereichen Entsorgung, Logistik, Beschaffung und Verpflegung. Die BKG hat sich daher zum Ziel gesetzt, Krankenhäuser bei der Umsetzung von Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu unterstützen.

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