Abfälle aus Tierkliniken

Veterinärmedizinische Einrichtungen müssen Behandlungsabfälle ordnungsgemäß entsorgen (Foto: duskojovic, Fotolia)
Veterinärmedizinische Einrichtungen müssen Behandlungsabfälle ordnungsgemäß entsorgen (Foto: duskojovic, Fotolia)

Abfallzweckverbände und andere öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger schließen häufig per Satzung aus, Abfälle aus Forschung, Diagnose, Krankenbehandlung und Vorsorge von Tieren zu entsorgen. Tierkliniken und Tierarztpraxen müssen diese mit einem zertifizierten Entsorger privat vernichten lassen.

Sowohl Tierkliniken als auch niedergelassene Tierärzte müssen nachweisen können, dass sie Abfälle aus der AVV-Gruppe 1802 einem Entsorger übergeben haben. Hierfür ist laut Nachweisverordnung (NachwV) ein Übernahmeschein obligatorisch, um den Verbleib der Abfälle gegenüber der zuständigen Abfallbehörde dokumentieren zu können. Diese Übernahmescheine sind fünf Jahre aufzubewahren.

Für veterinärmedizinische Kliniken und Praxen gelten – ebenso wie für humanmedizinische Einrichtungen – die Regelungen der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA). Es wird zwischen gefährlichen und ungefährlichen Abfällen unterschieden. Für Tierkadaver sind u.a. die Regelungen der Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 sowie das Tierkörperbeseitigungsgesetz (TierKBG) bindend. Im speziellen Fall der Versuchstierhaltung sind zusätzlich die Anforderungen der Biostoffverordnung sowie die technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe (TRBA 120) zu beachten.

Von Kommune zu Kommune kann es Unterschiede und abweichende Anforderungen an die Entsorgung von Abfällen aus veterinärmedizinischen Kliniken und Praxen geben. Deshalb ist es empfehlenswert, sich direkt im Abfallamt der Landratsämter und Stadtverwaltungen vor Ort zu informieren.

Quellen

Veterinärmedizinische Einrichtungen müssen Behandlungsabfälle ordnungsgemäß entsorgen (Foto: duskojovic, Fotolia)
Veterinärmedizinische Einrichtungen müssen Behandlungsabfälle ordnungsgemäß entsorgen (Foto: duskojovic, Fotolia)